tandem

DAS TANDEM SOZIALWIRTSCHAFT PRIVATWIRTSCHAFT

Die Branchen Sozialwirtschaft und Privatwirtschaft sind auf vielen Ebenen eng miteinander verbunden. Was können sie voneinander lernen?
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Die wirtschaftliche Bedeutung der Sozialwirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Somit leistet diese Branche einen hohen Beitrag für Wohlstand und ist eng verzahnt mit der Privatwirtschaft. Dienstleistungen und Services der Privatwirtschaft werden sowohl von Unternehmen als auch den Beschäftigten der Sozialwirtschaft in Anspruch genommen. Doch die Beziehung geht weit über wirtschaftliche Verflechtungen hinaus. Beide Branchen zeichnen sich durch gravierende Unterschiede und Gemeinsamkeiten aus. Was können diese Branchen voneinander lernen? 

DIE PRIVATWIRTSCHAFT LERNT SOZIALPÄDAGOGIK

Seit einigen Jahren gibt es in der Privatwirtschaft einen neuen Trend, der sich zunehmend etabliert. Das monokausale ökonomische Profitverständnis der letzten Jahrzehnte wandelt sich. Immer mehr Unternehmen entdecken die Relevanz der Mitarbeitende, die Bedeutung der sozialen Beziehungen und deren Auswirkung auf die Performance und den Erfolg des Unternehmens. Schlagworte wie New Work, Agile und Purpose rütteln an bestehenden Paradigmen und tragen neue Aspekte in den Unternehmensalltag. Alle Begriffe haben eines gemeinsam: Ein anderes Verständnis von Arbeit, dass Menschen und die Art und Weise des Miteinanders in den Mittelpunkt rückt und neue Schwerpunkte setzt: Sozialpädagogische Schwerpunkte

Die Bedeutung von Kommunikation, Austausch, gemeinsamer Reflexion, Konfliktfähigkeit, Eigenverantwortung münden in eine neue Perspektive des Organisationsmanagements und der Führung. 
 

Die Privatwirtschaft entdeckt die Prinzipien der Sozialpädagogik für das Management ihrer Unternehmen.

Ein stetig steigender Bedarf an sozialtherapeutischen Leistungen ist ein Indiz für eine Verschlechterung der Lebensqualität einer Gesellschaft. Mit Ausnahme von Kitas, deren Bedarf ein positives Signal darstellen, zeigt das enorme Wachstum der Staatsausgaben für Sozialleistungen, das die Gesellschaft vor enormen Herausforderungen steht. Die Bedeutung der Sozialwirtschaft steht in einem Spannungsfeld. Einerseits  wirkt ein steigender Bedarf zukunftssichernd und steigert die Relevanz dieser Branche. Andererseits kann eine stetig steigende Nachfrage ethisch, moralisch und soziologisch nicht im Sinne der Sozialwirtschaft sein. Allem voran die Frage nach der Finanzierbarkeit wirft existentielle Fragen für die Zukunft auf. Getrübt wird das Gesamtbild durch einen steigenden Fachkräftemangel, der durch die demoskopischen Fakten verstärkt wird. Die Tatsache, dass erste Kommunen bereits Mittel für soziale Leistungen gestrichen haben, zeigt eindrücklich, das ein WEITER SO nicht die Maxime der Sozialwirtschaft darstellen kann. 

Schlagworte wie New Work, Agile und Purpose rütteln an bestehenden Paradigmen und tragen neue Aspekte in den Unternehmensalltag. Alle Begriffe haben eines gemeinsam: Ein anderes Verständnis von Arbeit, dass Menschen und die Art und Weise des Miteinanders in den Mittelpunkt rückt und neue Schwerpunkte setzt: 

Sozialpädagogische Schwerpunkte. 

Die Bedeutung von Kommunikation, Austausch, gemeinsamer Reflexion, Konfliktfähigkeit, Eigenverantwortung münden in eine neue Perspektive des Organisationsmanagements und der Führung. Ein Blick auf die Agilen Werte und Prinzipien zeigt schnell, die Kernelemente sind Systemischen Denken, Kommunikations- und Kognitionspsychologie sowie Pädagogik. 

Diese Entwicklung ist für alle Beteiligten positiv und steigert die Qualität von zwischenmenschlichen Beziehungen und das Engagement der Beschäftigten.

Was kann die Sozialwirtschaft von der Privat lernen?
Welche Prinzipien, Techniken, Methoden oder Handlungsmaxime aus der privaten Wirtschaft sind für die Sozialwirtschaft interessant oder relevant?

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